Die Traumalösungsmethode Somatic Experiencing® (SE) – von Martina Kaltenbach

Ein Gespräch zwischen Therapeut und Klient – beide sitzen entspannt in ihren Sesseln, die Atmosphäre ist freundlich konzentriert. Im Gespräch gibt es einige Pausen, in denen der Klient in sich hinein spürt, ab und zu wird sogar gelacht … Von außen betrachtet würde man bei einer Somatic Experiencing®-Sitzung vermutlich nicht sofort auf die Idee kommen, dass es hier um die Auflösung von Traumata geht.

Bei dieser Körperbewusstseinsarbeit ist der Weg das Ziel – die buddhistische Weisheit bringt die Vorgehensweise bei der sehr komplexen Arbeit mit Traumata auf den Punkt: wir gehen achtsam, langsam und behutsam vor. Zu Beginn einer Therapie leidet ein Patient unter seinen oft zahlreichen Symptomen und es geht vorrangig darum, ihn zu stabilisieren und seine Ressourcen zu aktivieren. Er muss in der Lage sein, seinen Körper und seine Kraft wieder zu spüren, erst dann kann die Arbeit am „Thema“ beginnen, Schritt für Schritt, Schicht um Schicht …

Es ist ein längerer Prozess, die innere Zwangsjacke eines Traumas wieder loszuwerden. Ich habe ihn selber durchlebt. Meine Ausbildung in SE hat mir sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel gegeben. Wenn ich heute mit Trauma arbeite, weiß ich, wie sich das anfühlt. Und ich weiß, wie ich als Therapeutin damit umgehen muss. Die Arbeit hat für mich mit Wachstum und Weiterentwicklung zu tun – sowohl für den Klienten als auch für mich selber, und es ist für mich etwas ganz Wunderbares, diese Prozesse zu begleiten!

Martina Kaltenbach, Heilpraktikerin

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