Von der Bewegung in die Stille

MAGAZIN

Unser Körper, der Schlüssel zu Präsenz und Lebenslust

Wir sind ständig in Bewegung und hetzen von A nach B. Wenn wir unseren Körper betrachten, ist unsere Sicht verstellt vom Anspruch, den aktuellen Trends zu entsprechen. Wir trainieren unseren Körper, mit dem Ziel, ihn möglichst fit, gestählt und gesund erscheinen zu lassen. Ob wir ihm damit wirklich Gutes tun, wissen wir oft nicht. Denn um die Sprache des Körpers wahrzunehmen, braucht es Stille und die kommt im Tagesgeschäft selten vor. Erfahrungen, die Navanita Harris in ihren Gruppen regelmäßig macht.

Den Körper zu achten, seinen Botschaften zu trauen, ist das zentrale Motiv der Therapeutin. Navanita hat ihr Leben der Arbeit mit dem Körper, dem Deuten seiner Sprache und dem Vertrauen in seine Weisheit verschrieben. Entsprechend körperbetont liest sich ihr Werdegang. Angefangen hat sie als Sportlehrerin und Lehrerin für kreativen und natürlichen Tanz. Es folgten Ausbildungen in verschiedenen Meditations-, Tanz- und Massagetechniken, u. a. in Embodiment, Traumaarbeit, Embryologie und Integrative Bodywork and Movement Therapy (IBMT). Sie unterrichtet und leitet Seminare auf der ganzen Welt, mehrmals im Jahr auch in Köln.

Unser Körper hat eine ganz besondere Art der Intelligenz, die unabhängig von unserer kognitiven Intelligenz existiert. Ein Weg, wieder einen Zugang zur Weisheit unseres Körpers zu finden, ist der natürliche Rhythmus von Bewegung und Stille und das bewusste Nachspüren. So folgen in Navanitas Seminaren auf Ausdruck, Bewegung und Tanz stets Phasen der Stille und Meditation.

Der Rhythmus des Lebens, das Wechselspiel von Bewegung und Stille spiegelt sich in unserem Atem und jeder Zelle: Einatmen, Ausatmen, Anspannung, Entspannung. Diese natürliche Abfolge wurde uns bereits vor unserer Geburt mitgegeben. Doch obschon sie auf physischer, emotionaler und mentaler Ebene in uns eingeflossen ist, verlieren wir im Laufe unserer Entwicklung den Zugang zu ihr. Inwieweit wir vermögen, im natürlichen Takt zu leben, hängt maßgeblich davon ab, was uns geprägt hat und was wir in
unserem System etabliert haben.

Unser psychosomatisches Verhalten, die Regulation unseres Nervensystems, unsere Beziehungen — in all dem findet sich Bewegung wie auch
Ruhe, all dies braucht beides gleichermaßen. Die Wichtigkeit eines ausgewogenen Maßes an Bewegung und Stille erkennen wir mitunter jedoch erst, wenn wir nicht mehr „richtig“ funktionieren.

Navanitas Gruppen sind eine Einladung, unserem Körper nicht erst dann die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient, wenn er durch Krankheit auf sich aufmerksam macht, sondern ihn vielmehr als Kompass, weisen Freund und treuen Verbündeten kennen und schätzen zu lernen. Wenn wir unserem Körper achtsam begegnen, ihm erlauben, sich auszudrücken, frei zu bewegen und zu ruhen, nähren wir unsere innere Lebensquelle und schaffen eine Verbindung zu uns selbst.

„Wenn du dich um deinen Körper kümmerst, liebt deine Seele darin zu wohnen. Lade die Verspieltheit ein, setz dich nicht unter Druck oder
mache mehr Anstrengung….. Leicht ist richtig.“ (Navanita Harris)

Im Körper anzukommen, ist keine sportliche Disziplin. Den eigenen Körper als Schlüssel zu Präsenz und Lebenslust zu erfahren, kann unter Druck nicht gelingen. Vielmehr braucht es Raum, Absichtslosigkeit und Leichtig keit. Auch Humor und Verspieltheit helfen. Und davon bringt die ausgelassene Australierin jede Menge in ihre Arbeit ein.

 

 

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